Mediation – Vermittlung

Konflikte professionell lösen

Werkstatt Tage 2011/2012

Über die allgemeine Ausbildung in Familien-Mediation hinaus bietet die Mediationswerkstatt Münster regelmäßig Seminare für Praktiker an.

Die Werkstatt Tage vermitteln praktische und theoretische Hilfen für den Mediationsalltag.

Zum einen beziehen sie sich auf die Vertiefung des bereits erlernten Stoffes, sowie auf Fragen, die sich im Rahmen der praktischen Mediationsarbeit gestellt haben. Supervision von Praxisfällen ist möglich.

Zum anderen sollen in den Werkstatt Tagen neue Entwicklungen der Mediation im Sinne einer Weiterbildung vorgestellt und für die Praxis der Teilnehmer nutzbar gemacht werden.

Auf Anfragen können interessierte Gruppen Werkstatt Tage zu einem speziellen Themenbereich mit der Mediationswerkstatt vereinbaren.

Werkstatt Tage im Einzelnen

Einführung in die Mediation

In diesem Kurs erfahren Sie erste Grundlagen von Mediation und mediativem Arbeiten. Wir arbeiten an einem Beispiel-Fall aus der Trennungs- und Scheidungsmediation.

Sie erhalten Anregungen für Anwendungsmöglichkeiten im eigenen Berufsfeld, auch wenn Sie nicht als MediatorIn tätig werden wollen.

Inhalte

  • Aufbau und Ablauf einer Mediation
  • Grundlegende Methoden und Techniken
  • Die mediative Grundhaltung

Zielgruppe

AfsD-Mitglieder, Familienrichter, Psychologische Gutachter, Rechtsanwälte, Mitarbeiter von Beratungsstellen, Verfahrensbeistände und andere

Der Kurs wird als Einführungsseminar im Rahmen der Ausbildung „Familien-Mediation“ in der Mediationswerkstatt Münster anerkannt.

Ort

Bremen-Vegesack
Reeder-Bischoff.Str. 28
Praxis für Paarberatung und Mediation

Termin 25. - 26.03.2011

Leitung Rainer Hartmann

Elder Mediation – Eine Einführung am Beispiel der Mediation mit älteren Paaren

Im Jahr 2030 wird jeder Dritte in Deutschland das 60. Lebensjahr vollendet haben. Von Seiten der Mediation in Deutschland hat man diese Information bisher bestenfalls zur Kenntnis genommen.

Andere professionelle Angebote für „Menschen im höheren Lebensalter“ beschäftigen sich überwiegend ausschließlich mit der wirtschaftlichen Seite des demographischen Wandels (Pflegestufen, Rentenzahlung, Konsumverhalten). Die Mediation wird sich damit beschäftigen müssen, was sie dazu beitragen kann, dass ältere Menschen ihren Ruhestand als ein zu gestaltendes Ereignis im Sinne einer neuen Chance erfahren können.

Am Beispiel „Paare im Alter“ sollen die Möglichkeiten der Mediation vorgestellt werden, wie bisherige Rollenverteilungen im Alltagsleben und im zwischenmenschlichen Bereich neu verhandelt werden können. Ungleichzeitige Bedürfnisse, alltägliche Bedürfnisse bei älteren Paaren können in der Mediation miteinander ausgetauscht werden und sind neu verhandelbar.

Diese Möglichkeiten der „Elder Mediation“ werden an Beispielen aus der Praxis näher vorgestellt, erläutert und erprobt.

Termin 30.04.2011

Leitung Heiner Krabbe

Kinder in der Mediation – Möglichkeiten, Besonderheiten und Grenzen

In diesem Seminar geht es darum, die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Familienmediation in all ihren Facetten näher kennen zu lernen und geeignete Methoden und Techniken auszuprobieren.

Inhalte

  • Psychologisches Hintergrundwissen zu Kindern und Jugendlichen bei Trennung und Scheidung

  • Konzepte zur Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Mediation
  • Indikationen und Kontraindikationen für die Einbeziehung von Kindern
  • Methoden und Techniken für Mediationsarbeit mit Kindern
  • Gespräche mit Kindern und Jugendlichen führen
  • Settingfragen

Termin 17. - 18-06.2011

Leitung Andrea Wagner

Der systemische Blick in der Mediation

Ein vorrangiges Ziel dieses Seminars ist die Einführung in bewährte Fragetechniken aus dem Kontext der Systemischen Beratung für Mediation. Dabei wird der spezifische Auftrag der Mediation (im Gegensatz zu Beratung und Therapie) bestimmen wie genau konstruktive, lösungsorientierte und zirkuläre Fragen eingesetzt werden müssen, um den Rahmen nicht zu verlassen. Die Teilnehmenden erwartet neben der Reflexion von Fragetechniken und weiteren systemischen Methoden eine intensive Erprobungsphase der erlernten Techniken.

Darüber hinaus ist für den gezielten Methodeneinsatz elementar, welche Haltung hinter der gewählten Art intervenierenden Verhaltens steht. Daher fokussiert sich das Seminar zu Beginn auf grundlegende Aspekte eines systemtheoretischen Denkmodells. Zur Grundlegung mediativen Handelns sollen hier Menschen und (konfligierende) Systeme in ihren Strukturen verstehbar werden.

Inhalte

  • Systemtheoretische Grundlagen zur Erklärung der Semantiken von Mensch und System

  • Konfliktsysteme – was passiert wenn Menschen konflikthaft kommunizieren
  • Einführung in die Methoden systemischer Beratung für Mediation:
    • Anliegen- und Auftragsklärung in der Mediation
    • Arbeit mit verschiedenen systemischen Fragetechniken: Zirkuläres Fragen, konstruktives Fragen, lösungsorientiertes Fragen
    • Arbeit mit der Zeitlinie
    • Arbeit mit dem Genogramm etc.

Termin 01.-02.07.2011

Leitung Almut Fuest-Bellendorf

„Auf den Markt kommen“ – Ein Werkstatt-Tag zur Eigenmotivation

Inhalte

  • Selbstdarstellung und Werbung
  • Herausfinden des eigenen Schwerpunktes
  • Die Vorlaufphase als Aquise begreifen und gestalten
  • Mediatives Arbeiten im Hauptberuf
  • Netzwerkarbeit

Ziel

Ein persönlicher Vertrag mit sich selber für den ersten Schritt und Optionen für die folgenden

Zielgruppe 

Alle, die als MediatorIn vor oder schon in den Startschuhen stehen.

Termin 17.09. 2011

Leitung Rainer Hartmann

Mit dem Recht spielen – Neue Wege für MediatorInnen im Umgang mit dem Recht, den Reformgesetzen und mit AnwältInnen

Für die einen ist das Recht eine Last oder ein notwendiges Übel, das am besten zu vermeiden ist, für die anderen etwas, das man unbedingt einhalten muss – zufrieden ist keiner. Wie wäre es, einen leichteren Umgang mit dem Recht zu entwickeln? Es sich zunutze zu machen, wo es unterstützt, und es in die Schranken zu weisen, wo es stört?

Ausgehend von einem Update über die neueste Rechtsentwicklung – einschließlich der Vorschläge für ein Mediationsgesetz – werden neue Umgangsweisen mit dem Recht erarbeitet. Das ermöglicht eine neue Standortbestimmung für juristische und nichtjuristische MediatorInnen. Es gibt viel Raum zum Fragen und Ausprobieren.

Inhalte

  • Überblick über die Reformen
  • Mediation der finanziellen Regelungen im Angesicht von einer sich entwickelnden neuen Rechtsprechung
  • Rentenansprüche jetzt auch Thema in der Mediation
  • Formen der Einbeziehung und des Ausschlusses von Recht in der Mediation
  • Beratende AnwältInnen: Gegner oder Kooperationspartner?
  • Wer entwirft die Abschluss-Vereinbarung?
  • Vom Gericht geschickte MediandInnen
  • Ein entspannter Umgang mit dem Recht – Tipps vom Profi

Termin 07. - 08.10.2011

Leitung Cornelia Sabine Thomsen

Vertiefungs- und Aufbauseminar für ehemalige Kursteilnehmer

Inhalt

Der Seminartag soll ehemaligen Kursteilnehmern die Möglichkeit geben, sich über ihre Erfahrungen mit Mediation auszutauschen, ihre Methodenvielfalt zu überprüfen und neue Anregungen für die eigene Praxis zu erhalten.

Es besteht auch die Möglichkeit an eigenen Fallbeispielen zu arbeiten.

  • Erfahrungsaustausch zwischen Mediatoren, die bei der MWM ihre Ausbildung gemacht haben
  • Methodencheck
  • Wie haben sich die Inhalte der Seminare verändert
  • Was wird derzeit gelehrt
  • Was haben die Praktiker durch ihre Praxis verändert
  • Möglichkeit, eigene Fälle meditionsanalog zu besprechen

Termin 15.10.2011

Leitung Elisabeth Niemeyer

Mediation und Beratung im Umgang mit hochkonflikthaften Eltern nach Trennung und Scheidung

Dass moderne Intimsysteme in Form von Ehen und Partnerschaften enden, beschreibt noch nicht, was passiert, wenn die Konflikte dieser Systeme nicht enden wollen.

Dieses Seminar bietet einen Ansatz, wie mit den methodischen Mitteln der Beratung und Mediation hochkonflikthaften Eltern Interventionsangebote gemacht werden können.

Was methodisch im Kontext beider Interventionsformen beachtet werden muss, mit welchen Mitteln Berater einerseits und Mediatoren andererseits ihre Prozessverantwortung gestalten können, werden Gegenstände der Auseinandersetzung sein.

Während sich am ersten Tag des Seminars eher auf die Reflexion und das Training von Methoden aus der Systemischen Beratung konzentriert wird, wird am zweiten Tag Mediation als geeignete Interventionsform im Umgang mit überdauernden Elternkonflikten zentral beleuchtet.

Inhalte

  • Das System der Ehe und wenn dieses endet ...
  • Entstehung und Funktion von Konflikten - systemtheoretisch begründet
  • Konfliktstufen /Verhalten und Haltung des Beraters/Mediators
  • Merkmale hochkonflikthafter Eltern
  • Entstehungsbedingungen hochkonflikthaften Verhaltens
  • Die Rolle und Verantwortung des Beraters/ Mediators
  • Berücksichtigung der psychischen Ebene und der sozialen Ebenen in Mediation und Beratung
  • Besonderheiten in Arbeit mit hochkonflikthaften Eltern:
    • Zur Haltung des Beraters/Mediators
    • Gestaltung des Beziehungsaufbaus zu den Parteien
    • Gestaltungsmöglichkeiten im Ablauf von Beratung und Mediation

Termin 25. - 26.11.2011

Leitung Almut Fuest-Bellendorf

Professionelle Angebote im Zwangskontext - Angeordnete Mediation, Angeordnete Beratung

Hocheskalierte Familienkonflikte, insbesondere Umgangskonflikte, sind durch behördliche oder gerichtliche Entscheide selten (nachhaltig) gelöst.

In der Praxis, im Gesetz wird den Parteien immer stärker auferlegt, professionelle Hilfe für ihre Konflikte in Anspruch zu nehmen. Diese Praxis berührt eine Reihe bisher weitgehend ungelöster Fragen und fordert auf, neue Konzepte von Seiten der professionellen Helfer zu entwickeln und zu erproben.

Diese Fragestellungen zum Zwangskontext sowie erste Konzepte sollen im Seminar vorgestellt und an Praxisbeispielen beleuchtet werden.

Termin 20. - 21.01.2012

Leitung Heiner Krabbe

Umgang mit Emotionen in der Mediation

Emotionen spielen bei allen Konflikten eine gewichtige Rolle – auch in der Mediation. Die Arbeit mit Emotionen in der Mediation wird in der Fachöffentlichkeit kontrovers diskutiert und praktiziert.

An Beispielsfällen sollen zum einen Methoden und Techniken für die indirekte Arbeit mit Emotionen gelehrt und erprobt werden. Zum anderen werden die vier Schritte der direkten Arbeit mit Emotionen für die Mediationspraxis an Praxisfällen vertieft.

Inhalte

Emotionen und Grundbedürfnisse des Menschen

Funktionen von Emotionen im Konflikt

Ansprechen von Emotionen oder Konzentration auf die Sachebene in der Mediation?

Indirekte Arbeit mit Emotionen in der Mediation(Methoden, Techniken)

Direkte Arbeit mit Emotionen in der Mediation

  • Wahrnehmung von Emotionen
  • Akzeptanz von Emotionen
  • Aussprechen von Emotionen
  • Transformation von Emotionen mit Blick auf eigene Bedürfnisse und Ziele der Medianden

Termin 02. - 03.03.2012

Leitung Heiner Krabbe

Didaktik in den Werkstatt-Seminaren

Theorie-Inputs
Arbeit an Praxisfällen
Leiter- und Teilnehmer-Rollenspiele
Groß-, Kleingruppenarbeit
Reader für jeden Teilnehmer

Veranstaltungsort

Mediationswekstatt Münster, Hafenweg 26b, 48155 Münster.
Ausnahme: Einführungskurs in Bremen.

Seminarzeiten

Freitag: 14 - 20 Uhr
Samstag: 9 - 17 Uhr

Kosten

140 € pro Tag (incl. Getränke)

Anmeldung

Bitte wählen Sie die Fortbildungen aus, an denen Sie teilnehmen möchten.

Sprechzeiten

Mo 12 - 17
Mi  12 - 17
Do 12 - 17
Fr  08 - 13